Workshops und Tutorien finden ganz- und halbtägig in der Zeit von 9.00 - 12.30 und 14.00 - 17.30 statt.
T1: Service-orientierte Architekturen (SOA):
Konzepte und Methoden
Gregor Engels
Dienstag 3. März 2009, vormittags (halbtags)
T2: Entwicklung mit AUTOSAR –
Einführung und praktische Übungen
Kai Matthias Pinnow
Dienstag 3. März 2009, vormittags (halbtags)
T3: Einführung in die Produktlinienentwicklung
Klaus Schmid
Dienstag 3. März 2009, vormittags (halbtags)
T4: Variabilitätsmanagement für Software-Produktlinien
Kim Lauenroth
Dienstag, 3. März (halbtags), nachmittags
T5: Produktlinienplanung im evolutionären Umfeld
(Tutorium abgesagt)
T6: Modellgetriebenes Software Engineering:
Moderne Methoden in der Praxis
Wolfgang Goerigk, Steffen Weik
Dienstag, 3. März (halbtags), nachmittags
T7: IT-Steuerung mit Unternehmensarchitektur
Wolfgang Keller, Alexander Ernst
Dienstag, 3. März (halbtags), nachmittags
T8: Agile Software-Entwicklung und Scrum -
Wie funktioniert das in großen Projekten?
Joachim Schnitter
Dienstag, 3. März (halbtags), nachmittags
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T1: Service-orientierte Architekturen (SOA): Konzepte und Methoden
Dienstag, 3. März (halbtags), vormittags
Tutor:
Prof. Dr. Gregor Engels, Universität Paderborn
Service-orientierte Architekturen (SOA) werden heutzutage von vielen als die lang ersehnte Antwort angesehen, um die Kluft zwischen Geschäft und IT zu schließen. Aber wie bei all diesen „Hype-Worten“ fehlt auch bei der Serviceorientierung bisher ein allgemein akzeptiertes Verständnis der zugrundeliegenden Prinzipien und Begrifflichkeiten. Dies führt dann häufig zu Missverständnissen und falschen Erwartungen in IT-Projekten und verhindert den Erfolg bei der Migration von existierenden Systemen hin zu service-orientierten Systemen. Das Tutorial hat zum Ziel, ein präzises Verständnis der grundlegenden Prinzipien, Begrifflichkeiten, Sprachen und methodischen Ansätze für einen service-orientierten Ansatz zu schaffen. Alle eingeführten Konzepte werden in Bezug gesetzt zu bekanntem Wissen über Softwarearchitekturen, Architekturstile und Architektur-Frameworks. Darüber hinaus wird ein methodisches Vorgehen zum Schneiden von Services und Entwickeln einer service-orientierten Architektur vorgestellt, das aus zahlreichen erfolgreichen industriellen Projekten abgeleitet wurde. Das Tutorial wird abgerundet mit einem Überblick über existierende Werkzeugunterstützung und Integrationsplattformen für SOA, einer Darstellung aktueller Standardisierungsbemühungen und offenen wissenschaftlichen Fragestellungen.
Kurzbiografie:
Prof. Engels ist seit 1997 Hochschullehrer für Informatik an der Universität Paderborn. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der objektorientierten Modellierung, der Architektur von großen Software-Systemen und Softwareentwicklungsprozessen. Er ist Vorstandsvorsitzender des Software Quality Labs (s-lab) an der Universität Paderborn, einem Multi-PPP mit sechs IT-Unternehmen. Er ist wissenschaftlicher Leiter der Forschungsabteilung der sd&m AG, München.
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T2: Entwicklung mit AUTOSAR – Einführung und praktische Übungen
Dienstag, 3. März 2009, halbtags (vormittags)
Tutor:
Dr. Kai Matthias Pinnow, ETAS GmbH
Die Bestrebungen, Automobil-Software unter der Devise „cooperate on standards, compete on innovation“ zu vereinheitlichen, hat zu einer einheitlichen AUTOSAR-Softwarearchitektur geführt (vgl. www.autosar.org), die den steuergeräteunabhängigen Entwurf von Softwarekomponenten und die Zuordnung der Komponenten zu einzelnen Steuergeräten eines Gesamtsystems ermöglicht. Mit den letzten AUTOSAR-Releases stehen die grundlegenden Spezifikationen für den Serieneinsatz von Steuergeräten mit AUTOSAR-konformer Software zur Verfügung. Ziel des Tutoriums ist es, die wesentlichen Veränderungen, die AUTOSAR für die Software-Entwicklung mit sich bringt, kennen zu lernen. Die neuen Konzepte und Begriffe von AUTOSAR werden anhand eines stark vereinfachten Praxis-Beispiels nachvollziehbar. Die Teilnehmer erhalten einen Einblick in die Zukunft der Automotive-Software-Entwicklung. Im Rahmen des Tutorials bringen die Teilnehmer an einem einfachen ASCET-Beispiel in Erfahrung, wie AUTOSAR-Software entwickelt wird. Das Tuturial bietet auch Teilnehmern ohne AUTOSAR oder ASCET-Kenntnisse einen anschaulichen Zugang zu einem aktuellen Schlüsselthema der Automobilsoftware.
Kurzbiografie:
Dr. Kai Matthias Pinnow ist erfahrener Dozent in allen Aspekten des Automotive Software Engineering und lehrt hierzu an Fachhochschulen. Er ist Gründungsmitglied der ETAS GmbH und einer der maßgeblichen Entwickler der ASCET-Datenbank und der INCA-Produktfamilie für die Applikation von Parametern in Steuergerätefunktionen. Zuvor war er langjähriger Mitarbeiter der Robert Bosch GmbH im Bereich Vorentwicklung und arbeitete insbesondere zu den Themen Modellbildung und Entwicklungsmethodik.
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T3: Einführung in die Produktlinienentwicklung
Dienstag, 3. März (halbtags), vormittags
Tutor:
Prof. Dr. Klaus Schmid, Universität Hildesheim
Mit der zunehmenden Industrialisierung der Softwareentwicklung wird die Entwicklung kundengerechter Varianten von Systemen immer bedeutsamer. Nur so lassen sich hohe Kundenzufriedenheit und kostengünstige Entwicklung miteinander verbinden. In den letzten Jahren hat sich vor allem die Produktlinienentwicklung als ein Ansatz gezeigt, der es durch systematische Wiederverwendung ermöglicht, extreme Verbesserungen in Bezug auf Kosten und Qualität zu erreichen. Wir gehen vor allem auf die Grundlagen der Produktlinienentwicklung ein und erläutern ihre Umsetzung anhand einiger Industrie-Fallstudien.
Dabei werden die methodischen Grundlagen der Produktlinienentwicklung im Sinne von:
- Geschäftsorientierung
- Varianten-Management
- Architekturzentrierung
erläutert.
Zwei-Lebenszyklusmodell
Das Tutorial ist besonders geeignet für Teilnehmer, die sich über die Grundprinzipien und Möglichkeiten einer Produktlinienentwicklung informieren möchten.
Kurzbiografie:
Prof. Dr. Klaus Schmid beschäftigt sich seit Mitte der 90er Jahre mit den Themen Requirements Engineering und Softwareproduktlinienentwicklung. Dabei beschäftigte er sich neben den technischen Fragen der Spezifikation dieser Systeme insbesondere auch mit Fragen des Managements und den wirtschaftlichen Aspekten von Produktlinienentwicklung. Im Rahmen seiner Tätigkeit war er neben verschiedenen Forschungsprojekten ebenfalls in die Einführung von Produktlinien in verschiedene Unternehmen involviert. Er hat eine Vielzahl von wissenschaftlichen Arbeiten in diesem Gebiet verfasst, sowie eine große Zahl von Tutorials und Workshops auf internationalen Konferenzen auf diesem Gebiet organisiert. Klaus Schmid schloss sein Diplom und seine Promotion an der Universität Kaiserslautern ab (jeweils Informatik). Er arbeitete von 1996-2005 am Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering, wo er auch Abteilungsleiter für Requirements und Usability Engineering war. Er ist Professor an der Universität Hildesheim für Software Engineering.
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T4: Variabilitätsmanagement für Software-Produktlinien
Dienstag, 3. März (halbtags), nachmittags
Tutoren:
Kim Lauenroth
Die Software-Produktlinienentwicklung hat das Ziel, eine Menge gleichartiger Produkte kostengünstig, qualitativ hochwertig und in möglichst kurzer Zeit für einen Markt oder Kunden zu entwickeln. Dieses Ziel wird durch proaktive (d.h. strategisch geplante) Wiederverwendung erreicht. Der Software-Produktlinienansatz hat sich in verschiedenen Anwendungen der Industrie wie z.B. bei Siemens, Hewlett-Packard oder Philips bewährt.
Zentraler Erfolgsfaktor für proaktive Wiederverwendung ist das Variabilitätsmanagement. Es dokumentiert die Variabilität der Produktlinie nachvollziehbar und unterstützt damit sowohl die Entwicklung der gesamten Produktlinie als auch die Ableitung einzelner Produkte.
Dieses Tutorium gibt eine Einführung in die wesentlichen Aufgaben des Variabilitätsmanagement für Produktlinien:
- Erfassung und explizite Dokumentation von Variabilität
- Nachvollziehbare Dokumentation von Variabilität in Entwicklungsartefakten (z.B. Anforderungen,Architektur und Testfällen)
- Kommunikation der Produktlinienvariabilität zu Kunden und Entwicklern
- Unterstützung der Produktableitung basierend auf der Variabilität
Des Weiteren wird die orthogonale Variabilitätsmodellierung (OVM) in diesem Tutorium als ein Ansatz vorgestellt, um die zuvor genannten Aufgaben effektiv zu unterstützen.
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T6: Modellgetriebenes Software Engineering: Moderne Methoden in der Praxis
Dienstag, 3. März (halbtags), nachmittags
Tutoren:
Wolfgang Goerigk, b+m Informatik AG
Steffen Weik , b+m Informatik AG
In den letzten zehn Jahren hat sich das modellgetriebene Softwareengineering zu einem reifen und praxistauglichen Ansatz entwickelt. Es ist bereits heute deutlich erkennbar, dass die Methoden und Techniken des MDSD / MDSE die Softwareentwicklung signifikant und nachhaltig voranbringen. Maßgefertigte Entwicklung von Modellierungssprachen und -werkzeugen, domänenspezifischen Sprachen und Editoren, Generatoren und Softwarearchitekturen sowie ein hohes Maß an Automatisierung zeichnen das modellgetriebene Softwareengineering aus.
Das Tutorial führt anhand eines industriepraktischen Beispiels in das Zusammenspiel von Modellierung und Generierung, den Entwurf domänenspezifischer Modellierungssprachen (DSL) und deren Nutzung ein. Dabei wird demonstriert, wie sich die Konstruktion von Softwarelösungen auf verschiedenen Abstraktionsebenen adäquat automatisieren lässt. Zum Einsatz kommen gängige Open-Source-Werkzeuge wie Eclipse und openArchitectureWare, auch um metamodellbasiert individuelle DSLs zu entwerfen, passende Editoren zu generieren und Modelle in plattformspezifischen Code zu transformieren.
Kurzbiografien:
Wolfgang Goerigk hat bis Ende 2005 Informatik an der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel und der Justus-Liebig-Universität Gießen gelehrt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Programmiersprachen, Semantik und Verifikation von Programmen, Compilerbau, Objektorientierung und Softwaretechnik, speziell die Qualität von Softwareprodukten. Seit Anfang 2006 ist er bei der b+m Informatik AG beschäftigt.
Steffen Weik ist als Softwareentwickler und Architekt bei der b+m Informatik AG tätig. Er arbeitet an der Anwendung von MDSD-Techniken unter Einsatz von openArchitectureWare (oAW) und Java unter anderem in der Telekommunikationsbranche. Besondere Bedeutung hat dabei die Anwendung der Methoden im Bereich SOA.
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T7: IT-Steuerung mit Unternehmensarchitektur
Dienstag, 3. März (halbtags), nachmittags
Tutoren:
Wolfgang Keller, objectarchitects, München
Alexander Ernst, Technische Universität München
Die heutige Diskussion darüber, was Großanwender tun sollten, um die Struktur ihres Anwendungsportfolios zu verbessern, wird sehr häufig von Herstellern und Hypes dominiert. Begriffe wie SOA, MDA oder die Portalstrategien namhafter Hersteller bestimmen vordergründig die Diskussion, wie man zu einer homogeneren und besser organisierten IT-Landschaft kommen kann. Hintergründig verwenden die Unternehmen jedoch gegenwärtig eher andere Ansätze, um ihre Anwendungslandschaften auf die Notwendigkeiten des Business auszurichten. Hier haben sich in den letzten Jahren Methoden des sog. Enterprise Architecture Managements (EAM) herausgebildet. In der Praxis kann man feststellen, dass diese auch in unterschiedlichen Branchen verblüffenderweise recht einheitlich gehandhabt werden und auf ähnlichen Modellen und Prinzipien beruhen, die in der Software-Engineering-Forschung und -Lehre noch kaum behandelt werden. Das Tutorial beleuchtet das junge Gebiet aus Sicht der Informatikforschung und aus der Sicht der unternehmerischen Praxis und zeigt Praktikern, warum es wichtig ist, sich mit dem Gebiet zu beschäftigen. Forscher erfahren, welche interessanten Themen im Umfeld der Unternehmensarchitektur noch auf Lösungen warten.
Kurzbiografien:
Wolfgang Keller studierte Informatik an der Technischen Universität München und erlernte danach das Großprojektgeschäft bei der sd&m AG. Er war von 1997 bis 2006 bei der Generali Gruppe beschäftigt, zuletzt als Chef-Architekt der deutschen IT-Tochter AMB Generali Informatik. Er ist Autor diverser Fach-publikationen. Für dieses Tutorial relevant ist davon das Buch „IT-Unternehmensarchitektur“, erschienen im dpunkt-Verlag. Er ist Partner der BusinessGlue GmbH – einer Beratungsfirma, die sich auf die Konvergenz von SOA Governance und Enterprise Architecture Management (EAM) spezialisiert hat.
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T8: Agile Software-Entwicklung und Scrum - Wie funktioniert das in großen Projekten?
Dienstag, 3. März (halbtags), nachmittags
Tutoren:
Dr. Joachim Schnitter, SAP AG
Traditionelle Prozessmodelle der Softwaretechnik konkurrieren zunehmend mit agilen Praktiken, wobei zwischen den Vertretern beider Richtungen oft unvereinbare Gegensätze herrschen. Dieses halbtägige Tutorium vermittelt, wie sich Praktiken beider Ansätze gegenseitig ergänzen können, um eine angemessene Balance zwischen Flexibilität und Kontrolle zu gewährleisten. Vorgestellt wird ein „Werkzeugkasten“ aus traditionellen und agilen Praktiken, die sich zu Prozessmodellen kombinieren lassen, die an den Softwaretyp und die Projektumstände angepasst werden können. Im Zentrum steht dabei die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Entwicklern, Produkt- und Qualitätsmanagement als Schlüssel für Produktqualität und Zufriedenheit bei Kunden und Anwendern wie auch bei den Softwareentwicklern und dem Management. Das Tutorium richtet sich vor allem an Softwareingenieure, die sich mit der Optimierung von Entwicklungsprozessen in der Softwareindustrie und Unternehmensberatung beschäftigen, sowie an Projektmanager, die ihre Kenntnisse erweitern möchten. Es vermittelt, welche Kerntechniken in Kombination besonders geeignet sind, um die Qualität von Softwareprodukten zu erhöhen und Projektrisiken zu mindern.
Kurzbiografien:
Dr. Joachim Schnitter arbeitet seit 1984 als Softwareentwickler, Projektleiter, Berater, Trainer und Coach in der Softwarebranche. Seit 1998 beschäftigt er sich mit allen Aspekten der Softwaretechnik und ihrer Bedeutung für die Softwareindustrie. Seit 2002 hat er Vorlesungen zu speziellen Themen der Softwaretechnik an der Universität Mannheim und dem Hasso-Plattner-Institut gehalten. Seit Herbst 2008 ist er Lehrbeauftragter für Systemmodellierung an der Berufsakademie Mannheim. Seit 2006 hat er als Experte für agile Methoden für den Einsatz von Scrum und XP bei der SAP AG gearbeitet, seit Januar 2008 ist er Mitarbeiter im Office of the CTO der SAP AG.















