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Eingeladener Vortrag (04.03.09)

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Testen von Elektronik in der Automobilindustrie - von der ausführbaren Spezifikation bis zum automatisierten Test im Fahrzeug

Eric Sax

Test-Engineering
MB-Technology GmbH

Zusammenfassung:
Auffälligkeiten elektronischer Steuergeräte im Fahrzeug sorgten in der jüngeren Vergangenheit für Diskussionen gerade zwischen Automobilherstellern und Zulieferern.
Als Reaktion auf diese Herausforderungen wurden Qualitätssicherungsmaßnahmen bei Automobilherstellern und Lieferanten mit dem Ziel verstärkt,

• bereits zu einem frühen Zeitpunkt Qualitätsprobleme zu erkennen und
• Mittel und Methoden zur Fehlerbeseitigung bereitzustellen.

Testen, als Baustein der Qualitätssicherung, rückt dabei immer stärker in den Fokus dieser Maßnahmen. Insbesondere auf der Seite des Equipments ist zu beobachten, dass
bereits heute ausgereifte Werkzeuge zum Testen von Elektrik und Elektronik zum Einsatz kommen. Dazu gehören beispielsweise:

• Der Test von modellbasiert entwickelter Software bereits auf Modell-Ebene
(z.B. Model-, bzw. Software-in-the-Loop).
• Der Test von einzelnen Steuergeräten in einer Laborumgebung
(z.B. Hardware-in-the-Loop einzelner Steuergeräte aus Sicht des OEM)
• Der Test mehrerer Steuergeräte im Verbund
(z.B. Hardware-in-the-Loop Prüfständen auf Integrationsebene)
• Der Test von E&E-Komponenten direkt in Fahrzeug-Prototypen.

Neben dieser werkzeugorientierten Sicht spielen darüber hinaus durchgängige Prozesse über Werkzeug- und Firmengrenzen hinweg eine immer wichtigere Rolle.

Daher wurden im Automobilbereich Referenzprozesse eingeführt, deren korrekte Anwendung regelmäßig überprüft wird (z.B. SPICE*).

Testen und die dazugehörigen Prozesse werden heute aber häufig nur als Fragmnte des gesamten Entwicklungsprozesses und nicht in durchgängiger Form betrachtet. Da der
Umfang der Testaufgaben im Bereich Elektrik und Elektronik aber stetig wächst, ist diese punktuelle Sicht kaum noch geeignet, heutige Anforderungen an die Steuergeräte-
Qualität zu erfüllen. Diese Herausforderung trifft in erster Linie die Lieferanten, die den Großteil der Steuergeräte-Entwicklung abdecken, während das Zusammenspiel der
einzelnen Steuergeräte im Verbund die Integrationsaufgabe des Automobilherstellers darstellt.

Als Reaktion auf diese Situation suchte die Automobilindustrie Möglichkeiten Testprozesse zu bewerten und gezielt zu verbessern.

Basierend auf diese bereits existierenden Prozessmodellen (z.B. „TPI© automotive“) und der Erfahrung im Bereich des Tests von Steuergeräten im Automobilbereich sind neue
Vorgehensmodelle entstanden (z.B. PROVEtech:TP5), die explizit das Testen von Steuergeräten in der Automobilindustrie adressieren.

Besonderes Augenmerk gilt dabei immer den arbeitsteiligen Test-Aktivitäten aller Beteiligten wie:

• Aufstellen einer Test-Strategie
• Durchführung der Test-Planung
• Definition der Test-Fälle
• Durchführung der Test-Implementierung
• Verwaltung von Abweichungen

Am Ende kann nur ein klares Vorgehensmodell, ergänzt um ein eindeutiges Rollenverständnis, die Qualität der Steuergeräte und Steuergeräteverbünde im Fahrzeug
über den Lebenszyklus hinweg sicherstellen. Wenn dann noch das passende Equipment in der richtigen Phase des Lebenszyklus zum Einsatz kommt, werden wir weiter auf
Elektronik als Innovationstreiber im Auto setzen können.

* Vgl. ISO 15504

Eric Sax

Eric Sax hat an der Universität Karlsruhe (TH) Elektrotechnik studiert. Im Anschluss daran arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als Gruppenleiter am Forschungszentrum Informatik (FZI). Im Rahmen dieser Tätigkeit hat er im Jahr 2000 auf dem Gebiet „mixed-signal Tests“ promoviert. 2002 kam er zur MBtech Group und leitet dort heute das Leistungsfeld Test-Engineering, eine Abteilung von etwa 140 Kollegen, die sich weltweit mit den Aufgaben rund um Steuergerätetests vom Modell bis ins Fahrzeug beschäftigt. In über 30 Veröffentlichungen und Konferenzbeiträgen und als Herausgeber des Buches "Automatisiertes Testen Eingebetteter Systeme in der Automobilindustrie" hat er darüber hinaus immer wieder neue Ansätze und praktische Erfahrungen verknüpft und zu Papier gebracht.

Eingeladener Vortrag (06.03.09)

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Know Risk – Know Fun

Oliver Mäckel

Head of Global Technology Field
Siemens Corporate Technology
Siemens AG, München

Zusammenfassung:
Die aktuellen Veränderungen in der Finanzindustrie lösen nicht nur in der Finanzbranche weitreichende Veränderungen aus. Es wird stärker als bisher die Aufgabe der Unternehmen sein, dass die richtigen Mittel zum richtigen Zeitpunkt effizient eingesetzt werden. Denn die hohen finanziellen Belastungen beim Scheitern von IT-Projekten und Software-Entwicklungsprojekten können Unternehmen bis an den Rand der wirtschaftlichen Bedrohung führen.

Eine „Garantierte Qualität“ muss daher der höchste Anspruch industrieller Software-Entwicklung sein und bleiben. Die Erreichung einer „Garantierten Qualität“ stellt dabei aber immer noch eine große Herausforderung dar. Bisher wird typischerweise eine umfassende Behandlung von Qualität durch Qualitätsmodelle und darauf aufbauende Bewertungsmethoden erwartet.

Eine „Garantierte Qualität“ im Rahmen einer effizienten Abwicklung von IT-Projekten oder Software-Entwicklungsprojekten zu erreichen, wird allerdings nicht durch die Auswahl des richtigen Qualitätsmodells bestimmt. Der Erfolg hängt vielmehr davon ab, wie professionell die möglichen Projekt-Risiken und Projekt-Unsicherheiten identifiziert, bewertet und gemanagt werden.

Strukturiertes und pro-aktives Risikomanagement wird in der heutigen Zeit für jedes Unternehmen überlebensnotwendig. Gerade in der aktuellen weltwirtschaftlichen Situation wird sich zeigen, wer Risiken und Unsicherheiten erfolgreich identifizieren und managen kann.

Oliver Mäckel, seit 1997 als Safety- und Risikomanager und Gutachter sowohl für softwareintensive Systeme als auch für Großanlagen unterwegs, hinterfragt in seinem Vortrag die gängigen Qualitätsmodelle und Risikoanalysestandards. Ferner werden in seinem Vortrag zudem Möglichkeiten und Szenarien diskutiert, wie man sich den Herausforderungen effektiv stellen kann.

Oliver Mäckel

Studium der Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Softwaretechnik und Software-Qualitätssicherung. Er leitet in der Corporate Technology der Siemens AG in München das Global Technology Field – Technical Risk Management. Den Schwerpunkt bilden die Konzeption und Entwicklung von leistungsfähigen Techniken und Methoden für die Sicherheits- und Zuverlässigkeitsanalyse komplexer technischer Systeme und Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Identifikation und Analyse von Risiken und Unsicherheiten in herausfordernden und großen Endkundenprojekten und bei innovativen Entwicklungen.



Eingeladener Vortrag (06.03.09)

IKT 2020 - Forschungsförderung für Innovation

Am Freitagmorgen wird Herr Ministerialrat Dr. Rainer Jansen, Leiter des Referates Softwaresysteme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), einen Vortrag zum Thema "IKT 2020 - Forschungsförderung für Innovation" halten.